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Ein neues Jahr – eine neue Rezension Januar 8, 2010

Posted by Hinterhofderfantasie in Rezensionen.
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Wie rezensiert man ein Hörspiel, ohne über den Inhalt zu sprechen?

Man konzentriert sich auf die Fakten. Und die sprechen eine deutliche Sprache. So wie im vorliegenden Hörspiel Aerophore.

Die Story

Die Story lässt sich in ein zwei kurzen Sätzen zusammen fassen. Doch das würde der Klasse des Hörspiels nicht gerecht. Gesagt sei nur soviel:

Der Autor Roman Ewert versteht es, aus bekannten Versatzstücken des Genres einen gelungenen Spannungsbogen aufzubauen. Und er gibt dem Kenner Gelegenheit, in lieb gewonnen Erinnerungen zu schwelgen.

Das Hörspiel

Es gibt einen heimlichen Star dieses Hörspiels, nämlich den Soundtrack. Unbesehen hätte ich geglaubt, diese Musik stammt aus einem Blockbluster, hätte mir jemand davon erzählt.

Dem Komponisten Manuel Senfft gebührt ein großes Lob für die Musik.

Effekte, Sound, die Musik, die Sprecher:

Die Unterscheidbarkeit zu einem kommerziellen Hörspiel ist da. Aerophore ist definitiv deutlich besser als ein Großteil der käuflich erhältlichen Stücke.

Die Macher

Die Sprecher sind durchweg hervorragend, niemand leistet sich wirklich Ausfälle. Nur an die Sprechweise des Lehrlings musste ich mich erst gewöhnen. Dirk Hardegen gibt erneut eine exzellente Talentprobe ab, Sven Matthias unterstreicht seine Klasse wieder einmal eindrucksvoll. Roman Ewert ist souverän als Kapitän, Vera Bunk als Schiffsintelligenz ist überzeugend arrogant und Rieke Werner als Verbindungs-offizierin sehr glaubwürdig. Paul Burghardt als Lehrling hat eine gewöhnungsbedürftige Sprechweise, was der sehr guten Leistung jedoch keinen Abbruch tut.

Die Rollen und Ihre Sprecher im Einzelnen:

Mickey Benett – Dirk Hardegen
Richard O’Bannon – Sven Matthias (ThudaDragon)
Elias Black – Roman Ewert (Kadomann)
Carmen Merriweather – Rieke Werner
Johnny Howler – Paul Burghardt (Schnaps)
Alice, die Schiffs KI – Vera Bunk (Jane Doe)
Mister Hacket – Alexander Turrek
Alien 1 – Falko Diekmann (Brandywine)
Alien 2 – Zaleos
Voiceover – nord-nord-west

Musik:
Manuel Senfft (Tagirijus)

Fazit:

Aerophore erfindet nichts neu. Aber das ist auch nicht nötig. Die Handlung ist spannend, die Mischung zwischen Action und ruhigen Passagen angenehm ausgewogen. Sprecher, Effekte und Soundtrack verschaffen dem Hörer lohnenswerte fünfundvierzig Minuten. Hoerpielprojekt beweist eindrucksvoll einmal mehr, dass Qualität nicht am Preis gemessen werden muss.

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Kommentare»

1. lapismont - Januar 10, 2010

naja, es ist spannend, ohne Zweifel, aber gerade im Erzählen der Handlung muss noch mehr kommen. Die Macher haben die Szenen vor Augen, der Hörer aber nicht unbedingt. Wenn es sie Sprecher nicht kommentieren, erfahren wir nie, was da passiert.

hidefa - Januar 11, 2010

Da bin ich bei dir. Aber da es die erste Folge ist bleibt genügend Raum für Optimierung. 🙂
Zumal ich es so sehe, dass durch die Verwendung von bekannten Situationen beim Hörer eh ein Kopfkino läuft.
Aber ja, bei der nächsten Folge sollte schon eine eigenständige, dann auch besser erzählte Handlung, eingbaut werden. Aber das tut dem Hörgenuss der 1. Folge für mich persönlich nicht wirklich Abbruch.

2. Musik – Aerophore - Juli 8, 2010

[…] (…) Dem Komponisten Manuel Senfft gebührt ein großes Lob für die Musik.” – Hinterhof der Fantasie Veröffentlicht in Hörspiel / -buch, […]

3. Music – Aerophore - September 7, 2010

[…] (…) A big commendation to the composer Manuel Senfft.” (poorly translated) – Hinterhof der Fantasie Posted in Music, […]


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