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Zweitkontakt – ein Erstversuch September 17, 2010

Posted by Hinterhofderfantasie in Rezensionen.
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Es ist soweit. Das Rickiversum hat die kritische Masse erreicht und bildet neue Handlungsblasen. Ein Zeichen für den Erfolg einer Serie ist immer, wenn Spin-offs oder Extrafolgen erscheinen. Rick Future hat diesen Adelsschlag erhalten. Mit der Rick-Future-Extra Serie hat sich etwas etabliert, dass man sonst nur von großen, kommerziellen Produktionen kennt. Und mehr noch, das Rickiversum ist jetzt groß genug, um unabhängigen Handlungssträngen Raum zur Entwicklung zu geben. Ein logischer Schritt ist dabei, diese Möglichkeiten durch externe Autoren ausloten zu lassen, die sich zwar innerhalb des RF-Kontextes bewegen, aber genügend Abstand haben, um ggf. einen abstrakteren Blick auf die Gesamthandlung zu werfen. Oder Teile davon unter das Mikroskop zu legen. Ein schöner Schritt in der Entwicklung, der neben der Weiterentwicklung der Haupthandlung Platz für unterstützende Nebenschauplätze bietet. Großer Respekt für diese Handlungsweise ist den Machern dafür sicher.

Auf die Qualität des Hörgenusses sei nur kurz eingegangen. Die technische Umsetzung ist wie immer brilliant, aber dennoch nicht mit den klassischen Hörspielfolgen vergleichbar. „Anders“ trifft es wohl ganz gut. Lässt man sich auf das Experiment ein, so wird man durchaus mit Hörgenuss belohnt. Man muss nur bereit sein, seine Erwartung, geprägt durch die Hörspiele, ad acta zu legen. Es ist, und dass stand ja spätestens mit der Ankündigung fest, nun  einmal eine inszenierte Lesung. Und hier gelten einfach andere Regeln. Eine tolle Ergänzung zur Serie ist es allemal.

Die Story selber ist stringent erzählt, ohne Schnörkel, aufgeteilt in zwei Handlungsstränge. Sie bietet Ausblick auf einen möglichen, neuen Grundhandlungsstrang für die Serie, bleibt aber bei aller Action und Ideenfülle arg beschränkt in Dramaturgie und möglichen Ebenen. Fast meint man, der Autor, Dane Rahlmeyer, habe sich bewusst eingeengt, um aus den bekannten Mustern der Serie nicht auszubrechen. Ein -wenn auch leiser- Kritikpunkt ist, dass die Story zeitlich eingeordnet wird. So bleibt ein Teil der Spannung, insbesondere zum Schluss, auf der Strecke. Man könnte argumentieren, da es sich um eine Extraepisode handelt, wird sie schon nicht das Ende der Serie bedeuten. Zugegeben, aber dennoch hätte sich zumindest während des Zuhörens der ansonsten spannenden Geschichte eine erhöhte Spannung einstellen können. Der Autor in mir rätselt darüber hinaus, warum der Konflikt Besucher/transgalaktische Kirche nebenher und lapidar gelöst wird. Ein letzter, klärenden Dialog zwischen den Besuchern und der Besatzung der Eric und/oder der Flotte der TK hätte sich dramaturgisch gut einbauen lassen. So bleibt der Eindruck, das Ende der Folge sei mit der Klischeepresse gestanzt worden.

Fazit:Das Experiment ist, trotz der angesprochenen Punkte, durchaus gelungen und beschert dem Hörer und Fan eine hörenswerte Story aus dem Rickiversum. Und es weckt weitere -und große- Erwartungen an eine Fortführung.

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