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Rick Furture 12 und „Die Fahrt“ Dezember 5, 2010

Posted by Hinterhofderfantasie in Rezensionen.
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Rick Future – Seelenkrieg

 

Sicherlich könnte man sich sätzelang über die hervorragende Qualität des Hörspiels auslassen. Sein superbes Zusammenspiel der einzelnen Komponenten, die ein Hörspiel ausmachen. Aber das wäre eine Wiederholung des sattsam Bekannten. Es sei allerdings an dieser Stelle der Hinweis auf Ernszt Dubinski gestattet, dessen Stimme einen hohen Wiedererkennungswert hat und dessen schauspielerisches Talent eine Bereicherung der Sprechergemeinde ist.

Betrachten wir das Phänomen Rick Future, und speziell dem zwölften Teil,  einmal etwas anders, aus  der Sicht eines Autoren nämlich. Die Story des vorliegenden Teils wird dem Anspruch, ein würdiger Abschluss der Staffel zu sein, durchaus gerecht. Er schließt die im elften Teil, teilweise auch schon davor, begonnen Handlungsstränge sauber ab und baut gleichzeitig genügend Spannung auf für die dritte Staffel. Die Story selber ist, obwohl auf drei Ebenen erzählt, stringent aufgebaut und lässt keine Verwirrung aufkommen. Ein dickes Plus; denn leicht hätte die Verwebung der Ebenen eben diesen Effekt haben können. Auch zeigt sich wieder einmal, welche Tiefe die einzelnen Charaktere der Serie haben. Man wartet förmlich auf ein Spin-Off, das den einzelnen Figuren noch mehr Raum gibt. Ob die Extra-Reihe das leisten kann, muss die Zeit weisen.

Die überraschende Auflösung des tragenden Konfliktes bietet definitiv Stoff für eine Fortsetzung, von den weiterhin ungelösten Fragen der Gesamthandlung einmal abgesehen.

Fazit:

Der zwölfte Teil der Saga ist rundum gelungen und versteht es, den häufigen Serienfehler des x-ten Aufgusses, und der damit sich einschleichenden Langeweile, geschickt aus dem Wege zu gehen.

Es bleibt nur eine Frage: Wann kommt der nächste Teil?

 

 

Die Fahrt

Begann die Story eher langsam und behäbig, mit klassischem Aufbau und vermeintlich vorhersehbarem Handlungsstrang, so entwickelt sich nach und nach ein  perfides Verwirrspiel um das „whodunnit“, wer war der eigentliche Täter. Ein seltener Fall, das ein Hörspiel im Nachgang noch mehr Freude bereitet als während des Hörens.

Technik, Sprecher, Cut, Sound: Alles sehr stimmig und gut aufeinander abgestimmt. Die Sprecher sind durch die Bank hervorragend. Lediglich bei dem, im Moment bei Hörspielen scheinbar omnipräsenten, Felix Würgler hätte etwas Zurückhaltung dem Charakter noch mehr Substanz verliehen.

Einen kleinen, sehr kleinen, negativen Aspekt, und auch hier nur rein aus Autorensicht, gibt es auch. Die Szene, das tatsächliche Geschehen um das Ende der Fahrt auflöst, hätte von der Dramatik her knackiger sein können. So verliert es etwas Tempo und Glaubwürdigkeit. Rein subjektiv hätte man die Szene auf die Takes der Hauptdarsteller beschränken können.

Fazit: Ein Hörspiel, dass erst nach dem Hören den maximalen Genuss entfaltet. Überraschend, aber sehr gut.

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