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Silversternächtliche Herumschlurferei Januar 11, 2013

Posted by Hinterhofderfantasie in Allgemein.
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Zombies sind dieser Tage, ja Monate, kaum zu ignorieren. Das ist auch gut, bieten doch die geselligen kleinen Kerlchen reichlich Material, um spannende Unterhaltung zu produzieren. Ein weiterer Versuch dies zu tun, liegt nun als kostenloser Download vor. Die Rede ist von „Zombies in der Silvesternacht“, produziert von hoerspielprojekt.de. Das Hörspiel hinterlässt einen teilweise sehr ambivalenten Eindruck, weshalb ich diese Rezension etwas anders abgefasst habe als üblich.

 

Sounddesign/Schnitt/Audioqualität:

Das Sounddesign ist gut gelungen. Atmossphäre, Geräusche und Musik sind gut kombiniert. Der Schnitt ist sehr organisch und wirkt natürlich. Doch leider wird der Höreindruck getrübt von der schlechten Audioqualität. Wie auf der Grafik zu sehen, fehlt eine Normalisierung der Tracks. Dazu kommt starkes clipping, das zu üblen Verzerrungen führt und teilweise ganze Frequenzgänge abschneidet, was den Ton beeinträchtigt. Gerade die fehlende Normalisierung und die nicht vorhandene Anpassung der Dynamik fallen durch die Lautstärkensprünge sehr unangenehm auf. Das ist Potential nach oben, sollte es irgendwann mal eine SE geben.

clipping_zomb_silves

 

 

 

 

Sprecher:

Die Sprecher sind durchweg bekannte Namen, die sich bereits ihre Meriten verdient haben. Ob es an der Regie (oder deren Fehlen) lag, oder an der langen Produktionszeit, die Leistungen der Sprecher in diesem Hörspiel war durchweg durchwachsen. Neben sehr guten Passagen finden sich einige, die geradezu nach Nachtakes schreien. Frappierendes Beispiel sind die Takes, die auf dem Dach des Institutes spielen, einschließlich der Befreiungsszene. Lediglich der Erzähler und Herb spielten durchgängig auf hohem Niveau.

 

Skript/Regie:

Versteht man das Skript als Hommage an die Trashfilme der 70´er und 80´er, wie etwa Maneater oder Muttertag, dann funktioniert es gut, denn es bietet genau die vorhersehbare Handlung, sowie teilweise Dialoge, die man mitsprechen kann,  ohne das Hörspiel zu kennen, die diese Filme auszeichnete. Man kann nur hoffen, dass das im Sinne des Autors war. Die Regie war, zumindest machen die oben angesprochenen schwankenden Sprecherleistungen den Eindruck, sehr zurückgenommen. Eine stärkere Führung der Sprecher wäre besser gewesen.

 

Fazit:

Als Verbeugung vor den Splatterfilmen der 70´er und 80´er (hell of the living dead etwa) oder des Gore-Genres gehört, hat des Stück einen schönen Unterhaltungswert. Das muss jedoch vor dem Hören klar sein, eine Enttäuschung ist sonst vorprogrammiert.

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Kommentare»

1. R. M. Beyer - Januar 11, 2013

Reblogged this on Die Belletristen und kommentierte:
Der aufmerksame Leser hat vielleicht noch meine Rezension zu „Zombies in der Silvesternacht“ im Gedächtnis. Dort hat das Ding von mir die Höchstwertung bekommen. Nun hat auch Frederic Brake eine Rezension verfasst, die einige Schwächen aus dem Hörspiel herausarbeitet. Um eine Pluralität der Positionen zu ermöglichen, veröffentliche sie auch mal hier bei uns.


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