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Gewöhnlich Oktober 26, 2017

Posted by Hinterhofderfantasie in Lesung.
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Gewöhnlich möchte sich mein Alltags-Ich unter einem Tisch verkriechen, bis die Lesung anfängt. Irgendwann aber wechselt es in den Hyde-Mode, und das Bühnen-Ich bricht wie weiland das Baby-Alien … Nein. So ist es nicht. Zumindest nicht ganz. Was passiert, ist, dass das Bühnen-Ich das Alltags-Ich aus dem Sattel schubst und selber die Zügel in die Hand nimmt. Dieses Bühnen-Ich ist so tiefenentspannt, dass die gewöhnlich immer auftretenden Voice-Probleme nicht ein bisschen an der Ruhe kratzen. Irgendwie wird es schon gehen. Und während der Moderator und Maitre der Veranstaltung nach eigenen Bekunden tief in den Abgrund der aufkeimenden Panik gelinst hat, trinke ich einen Schluck Wasser. Allerdings gelobe ich feierlich, das nächste Mal ein paar Minuten früher dazu sein. Schon, um des Veranstalters Herz vor plötzlichem Streik zu schützen. Nichts zu danken, wofür hat man Freunde?
Dann beginnt die Lesung, wie gewöhnlich mit einer Anmoderation und ein wenig Geplauder. Diesmal mit kurzer Absprache über ein paar Details. Gewöhnlich bedarf es derer nur wenige. Thorsten Küper, jemand, den ich durchaus als Freund bezeichne – ein Begriff, den ich nur sparsam und gezielt verwende, wie ein gutes Gewürz – und ich sind eingespielt. Und wie gewöhnlich tun wir unser Bestes, um das Publikum zu unterhalten. Mit Erfolg. Wie gewöhnlich. Und das ist gut so. Das Publikum einer Lesung schenkt den Vortragenden neben das Gesundheit das Wichtigste, dass ein Mensch hat. Ein Stück seiner Lebenszeit. Also ist es die Pflicht eines Vortragenden, die Zuhörer zu unterhalten, damit die Zeit nicht verschleudert ist.
Diesmal gab es schwere Kost, ein Text, der an philosophischen Grundfragen rüttelt. Das sonst übliche Chatgemurmel fand diesmal nicht statt. Entweder, weil die Zuhörer ins Koma gefallen waren, oder weil der Test sie genügend eingefangen hatte. Ich vermute Ersteres und hoffe auf Zweites. Nach der Lesung folgte noch eine angeregte Diskussion über die zentrale Frage der Geschichte – ist das Universum deterministisch und gibt es Gott – die sehr interessant war und leider zu kurz. Und dann war die Stunde um, und mein Bühnen-Ich sprang vom Sattel, klopfte dem Alltags-Ich den Staub aus der Jacke, setzte es in den Sattel und schritt in den Sonnenuntergang. Und das Alltags-Ich schwamm in Adrenalin-Blasen, die nur langsam zusammensackten und einen milden Glücksrausch hinterließen. Wie gewöhnlich.

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Schwarzhören Juli 9, 2017

Posted by Hinterhofderfantasie in Lesung.
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Frank Hebben (aka Frank Schwarzfall) hat vor einiger Zeit ein sehr interessantes, kleines, feines Projekt begonnen. Auf der Soundbase letslisten.de bietet er von Autoren eingelesene Geschichten zum Hören an. Mit viel Engagement und Hingabe. Umsonst umsonst und kostenfrei. Dort finden sich Geschichten von und mit Iwoleit, Küper, Kruschel, Hebben und seit gestern auch von mir. Die Story „Flüchtige Gedanken“, ein Beitrag zum William-Voltz-Award, entstand 2009. Im Rahmen einer Lesung habe ich sie allerdings 2017 zum ersten Mal präsentiert. Die bei letslisten zu hörende Aufnahme ist eine speziell für dieses Format eingelesene und durch Frank mitbearbeitete Version und ungekürzt. Wer also auf sehr gute Lesungen steht und tolle SF-Geschichten mag, der ist bei Franks Portal genau richtig. Das Projekt ist übrigens umso beachtenswerter, weil es trotz nonprofit Absicht beste Unterhaltung liefern will. Dafür verdient es Unterstützung und Beachtung. Also, ran an die Lautsprecher und lauscht, was das Zeug hält!

(Ich fühle mich übrigens durchaus sehr geehrt, mit so illustren Kollegen dort vertreten sein zu dürfen)

Link zum Portal:

http://www.letslisten.de/tag/schwarzfall/

direkter Youtube Link zu meiner Story:

Wenn der Ork progressiv und pazifistisch ist. Mai 22, 2017

Posted by Hinterhofderfantasie in Lesung.
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Die gestrige Lesung in SecondLife fand in gigantischer Kulisse statt, die Barlok Barbosa  wieder sehr liebevoll und mit großer Hingabe gestaltet hat. Sehr Wow!

Sehr Wow war auch Thosten Küper als Mitleser. Ob Barmann, Zwerg oder Ork, der Voicemaster K. war wieder voll in seinem Element, sehr zum Vergnügen der Zuhörschauer.

Auch diesmal gab es zur Einstimmung ein kurzes Tonproblem (ich war verständlich, hörte aber nichts). Entgegen meiner ersten Befürchtung war es kein Spontanertauben meinerseits. Ein Neustart des SL Viewers beseitigte das Problem. und die Lesung konnte pünktlich starten.

Beide gelesenen Storys waren Premieren. Zwar konnte man die zweite gelesene Geschichte – ein Reporter interviewt einen Ork-Veteranen – schon als Hörspiel hören, seinerzeit von HMS Audioentertainment produziert. Als Lesung jedoch noch nie.

Ich hatte wie immer einen Heidenspaß, auch an den Kommentaren der Zuhörschauer und danke jedem, der uns sein Ohr geliehen (ihr hab es ja auch wiederbekommen) und eine Stunde seiner Zeit geschenkt hat.

Der rasende SL Reporter BukTom Bloch hat wieder jede Menge Bilder gemacht. Wie immer auch dafür ein großes Danke.

http://buktomblog.blogspot.de/2017/05/urban-fantasy-und-progressive-orks.html

 

Und auch die nachfolgende Lesung von Andreas Zwengel war hervorragend. Spannend, mit einem Augenzwinkern und durchaus der großen Geschichte von H.G. Wells gerecht werdend hat sich der Besuch gelohnt. Leider gab gegen Ende mein Rechner auf und verweigerte konsequent eine Reanimation des Viewers. Bis dahin jedoch: Entertainment!

 

Urban, geistreich und in bunt Mai 18, 2017

Posted by Hinterhofderfantasie in Lesung.
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Ich lese am Sonntag, den 21.05.2017, ab 20.oo Uhr in SecondLife meine brandneue Story »Eleonore«, trefflich vom Voicemaster Thorsten Küper unterstützt. Es gibt Urban Romantasy zu hören.

Moment. Da stimmt was nicht, wird sich der geneigte gelegentliche Zuhörer, die zugetane Zuhörerin, fragen. Der Brake liest, und es ist nicht düster, abgründig oder philosophisch? Das geht doch gar nicht!

Doch. Geht. Sogar gut, was jeder, der die »Verrat ist ein Dolch aus Eis« Lesung verfolgt hat, bejahen wird. Okay, ein bisschen Melancholie wird drin sein. 😉

Man sieht sich in SecondLife. Ich freue mich auf Euch!

Veranstaltungsort:

http://maps.secondlife.com/secondlife/Port%20Genieva/55/34/31

Tutorial für Ersthörer:

http://kueperpunk2012.blogspot.de/2012/12/unser-kleines-tutorial-zum-ersten.html

Mehrdimensional Dezember 5, 2016

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Wie man auf dem Photo sieht, war nicht nur der Aufbau der Darsteller der szenischen LiveTheaterLesung von »Firtzroy, Falstaff und andere fuiose Menschmaschinen« von Thorsten Küper mehrdimensional.

Mehrdimensional war auch das Stück selbst. Neben der oberflächlichen Ebenen der – sehr guten – Rachestory wirft es viele Fragen danach auf, was den Menschen an sich ausmacht. Die Aufführung, und ich gebe hier ganz meinen subjektiven Eindruck als Mitwirkender wieder, war offensichtlich dazu angetan, die Zuschauer trotz der Länge von über 2 Stunden und der doch, es war schließlich in vielerlei Hinsicht eine Premiere, auftretenden kleinen Probleme begeistert inworld zu halten. Ich hatte die Aufgabe, einer der titelgebenden Figuren, eben jenem Fitzroy, stimmlich Leben einzuhauchen. Glaubhaft arrogant und herablassend, selbst im Angesicht des bevorstehenden Todes seine Mitmenschen verachtend. Die Kulissen (Barlok Barbosa und Harter Fall haben wieder einmal wahre Wunder gewirkt), die Inszenierung, die Gadgets (Merlin sein Dank), die Leistungen von Thorsten Küper  und Kirsten Riehl, die beiden Hauptdarsteller,  und natürlich das zahlreich erschienene Publikum haben mich ziemlich angestachelt. Und so habe ich mir – wieder einmal und doch noch mehr als sonst – die Seele aus dem Leib gespielt. Den ersten Rückmeldungungen nach war es wohl ein gelungener Abend und ich hoffe, ich konnte so ein klein wenig zum Gelingen beitragen. Die Leistung der Verantwortlichen jedenfalls hat nichts anderes verdient. Ich bin dankbar und glücklich, dass ich Teil sein durfte dieses Experiments, das ich für mich nur als gelungen bezeichnen kann.

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Pfiffe und anderes Furioses Dezember 2, 2016

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Wer erleben möchte, wie ich Thorsten Küper hinterherpfeife, wissen will, warum ich das tue und warum der geniale Baumeister der furiosen Bühnenbilder Barlok Barbosa Herrn Küper vielleicht doch noch erschlägt, der sei herzlich aufgefordert, am 04.12.2016 ab 20:00 Uhr die szenische Livetheaterlesung von »Fitzroy, Falstaff und andere furiose Menschmaschinen« in SecondLife zu besuchen.

(Wie immer gilt: Wer einen Tip geben möchte: immer gerne. Aber nicht an mich, sondern an Barlok, Zauselina oder Küper)
Slurl
http://maps.secondlife.com/secondlife/Port%20Genieva/55/34/31

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Bühnenmagie November 25, 2016

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Am 04.12.2016 ab20.00 Uhr stehe ich (virtuell) wieder mal auf der Bühne und darf Thorsten Küper und Kirsten Riehl bei ihrer Livetheaterlesungsvorstellung unterstützen.
Bühnenmagie deshalb, weil es immer ein magischer Moment ist, wenn das Spiel beginnt und ich in die Geschichte eintauche. Jeder, der schon mal gelesen, also wirklich gelesen, hat, weiß, was ich meine. Ich hoffe, die Zuschauerhörer haben mindestens genauso viel Spaß wie wir Darsteller.

Die SLURL findt ihr hier:
http://maps.secondlife.com/secondlife/Port%20Genieva/55/34/31

Ob ich nervös war? Oktober 10, 2016

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Und ob ich nervös war. Schleßlich verbinde ich mit beiden Stories, die ich gestern beim FdL gelesen habe, jeweils eine eigene, tiefe Geschichte. Dann schubste das Adrenalin mein Alltags-Ich aus dem Kommandosessel und mein Bühnen-Ich nahm Platz, ruckelte sich noch mal zurecht und legte los.  Die Rückmeldungen, die ich bisher bekam, deuten darauf hin, dass Bühnen-Ich es gut gemacht hat. Fulminant wohl. Es ist definitiv so, dass das FdL diese Ich-Facette meiner selbst zu Höchstleistungen ansport. Etwas, dass Bühnen-Ich bei Reallesungen noch üben muss. Ein Bisschen zumindest. Ich habe dieses Jahr etwas mehr Zeit als sonst gefunden, die Veranstaltungen des FdL z besuchen. Neben der Auftaktveranstaltung konnte ich noch eine Ausstellung/Lesung und eine Lesung besuchen. Alles hat mich schlicht begeistert. Die Vielfalt des FdL zeigt deutlich 2 Dinge: Engagement, sprich leidenschaftliche Hingabe an eine Sache, so wie sie die Macher und die Künstler des FdL immer wieder zeigen, schaffen etwas GROßARTIGES. Und es zeigt sich, dass in mancher Hinsicht der virtuelle Raum dem 3D-Raum des sogenannten echten Lebens überlegen ist. Es erscheint mir unvollstellbar, dass ein Event wie das Festival der Liebe im Real-Raum mit der gleichen Reibungslosigkeit und vor allem dem brillianten Zusammenspiel von Machern, Künstler und nicht zuletzt dem Publikum so hätte von statten gehen können. Das FdL ist aus meiner Sicht aus dem Kuturleben eben nicht nur des Real-Raumes, nicht wegzudenken und mein Dank gebührt den Treibern und Machern der Veranstaltung. Danke, danke, danke.

Sehhören beim Festival der Liebe Oktober 6, 2016

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An diesem Wochenende startet wieder das Festival der Liebe, kurz FdL. Es ist das größte deutschsprachige Kulturevent in SecondLife, was nicht zuletzt den Ozeanen von Herzblut und dem unermüdlichen Engagemant der Macher zu verdanken ist. Prallgefüllt mit Lesungen, Musik und Ausstellungen bietet das FdL für Alle etwas. Auch in diesem Jahr darf ich wieder Teil des FdL sein, mit einer Lesung am 09.10.2016, ab 19:00 Uhr. Ich bin nervös, gibt es doch 2 Premieren. Beide Storys, die ich lesen werde, habe ich noch nie vor Publikum vorgetagen. Außerdem bin ich nervös, ob die Zuschauerzahl diesmal reicht, um die Sim auszulasten. Ich zähle auf Euch!.

Der Lesungsort, in phantatischer Kulisse. Ganz riesengroßen Dank, Claire! (http://clairedilunachevalier.wordpress.com/)

http://maps.secondlife.com/secondlife/Stuttgart/186/51/21
Der Programmplan:

http://www.sublevel12.de/FdL2016.html

 

Das FdL-Team:

http://www.sublevel12.de/FdL2016Crew.htm

 

Wie komme ich eigentlich ins SecondLife:

http://kueperpunk2012.blogspot.de/2012/12/unser-kleines-tutorial-zum-ersten.html

WIR hatten Spaß. Und heiß. August 28, 2016

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Also WIR, die grandiose Anja Bagus, der Mann der 1.000 Stimmen Thorsten Küper und meinereiner, hatten trotz gefühlt mittelsaharischer Temperaturen (watt hattn wir es wärm) definitiv einen Riesenspaß, als wir im Rahmen der Zeitreise Hagen nebst Steampunkpicknick unsere szenischen Lesungen gemacht haben. Besonders, als wir nach dem vermutlichen Hitzetod der Technik  kurzentschlossen zu unserem Publikum gingen und uns dortens durch unsere Geschichten spielten. Bei der zweiten Lesungen verzichteten wir direkt auf Mikros. Wie eine alte Musikerweisheit zum Schlagzeug sagt, dass es ohne schöner und mit sicherer ist, beschallten wir unser (im Gegensatz zur ersten Lesung etwas kleineres) beindrucktes Publikum nur mit Stimme und guter Laune.

Ein Ton- und Bilddokument unserer Lesung wird natürlich nachgereicht.

Es war großartig, mit Anja und Thorsten wieder auf der Bühne zu stehen. Zwei Autoren (geschlechtsneutral) und Vorleser (geschlechtsneutral), die ich hoch respektiere und die mir lieb und wert sind.
Ich werde definitiv noch lange an die Lesungen denken und hoffen, dass es bald eine Wiederholung gibt.

 

 

 

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