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Drachenblues – Leseprobe

»Gibt die jungfräuliche und liebreizende Prinzessin Penetrantia frei, Untier. Oder schmecke den Stahl meines Schwertes. Ich, Heldolin von Traban, gebiete es dir.«
»Bippe?«, nuschelte der Drache, während er mit einer Kralle einen Pferdeschweif aus einer Zahnlücke pulte.
»Ich sagte: Gibt die jungfräuliche und liebreizende Prinzessin Penetrantia frei, Untier. Oder schmecke den Stahl meines Schwertes. Ich, Heldolin von Traban, gebiete es dir.«
»So, so. Heldolin. Tja, ja. Steig doch erst mal von deinem Pferd und gesell dich zu mir. Bei einer schönen Tasse Tee lässt es sich besser reden.«
Verblüfft vom offensichtlichen Unwillen des Drachen sich wie ein Untier zu benehmen und sich durch den Ehrfurcht gebietenden Auftritt beeindruckt zu zeigen, stieg der Ritter tatsächlich vom Pferd. Nach Jahren der Queste anscheinend nicht mehr ganz taufrisch, gelang es dem Ritter schließlich, den Pferderücken zu verlassen. Leise quietschend wankte er auf den Drachen zu und zog sein Schwert.
»Willst du mir die holde Jungfrau nun aushändigen, Biest?«
»Nimmst du sie auch zurück, wenn sie keine Jungfrau mehr ist?«
Das Schwert klirrte leise, als es zu Boden fiel, ebenso wie die eiserne Kinnlade des Helmes, als sie auf den Harnisch klappte.
»Äh?«

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