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Leipolds Vertrag – Leseprobe

Er war verrückt.

Vermutlich.

Nicht im pathologischen Sinn. Er sah keine weißen Mäuse oder hörte Stimmen. Das änderte nichts an der Diagnose. Nur Verrückte wetteten mit Geld, das sie nicht hatten, auf Chancen, die es nicht gab. Was hatte er sich nur gedacht? Hatte er überhaupt gedacht? 500 Euro darauf setzen, dass er, Jason Manz, innerhalb eines Jahres einen lukrativen Buchvertrag an Land ziehen werde. Und zwar lukrativer als die Buchverträge seiner Wettpartner. Genauso gut hätte er wetten können, über das Wasser des Wannsees zu wandeln. Sein verdammtes Ego hatte ihn in dieses Dilemma geritten.

Lebhaft stand ihm der Abend auf der Messe vor Augen. Nach einem langen Messetag, der obendrein für Jason ein Fiasko gewesen war, standen sie alle um den Stand der Randomgruppe herum. Die alte Clique der Möchtegernliteraturstars und der echten Spitzenautoren. Oder ehemalige Spitzenautoren. Sich gegenseitig belauernd, abschätzend. Bis einer diese unsinnige Wette aufgebracht hatte. Jason hatte sich geziert, natürlich. Er, ein werdender Hartz IV Empfänger, konnte es sich noch nicht einmal leisten, von fünfhundert Euro zu träumen. Und dann hatten die anderen ihn bearbeitet. Sein Ego gekitzelt.

»Los, Jason. Mach schon. So ein berühmter Autor wie du.«

»Genau. Die lächerlichen 500 Euro. Und außerdem gewinnst du doch eh.«

Oh ja, klar. Gerade er.

Sein letzter Bucherfolg lag schon Jahre zurück. Nicht, dass er nichts geschrieben hätte. Seine letzten beiden Manuskripte waren nicht einmal mehr schriftlich abgelehnt worden. Wenn er wenigstens noch einen Agenten hätte, den er wegen der Erfolglosigkeit feuern könnte. Aber der alte Heinberg war ihm zuvor gekommen. Sein Kopfkino spielte ihm wieder den Film jenes Tages vor. Sein Agent hatte ihn in den »Hemingway Club« bestellt. Ihn, den gefeierten Autor, den gelobten Erneuerer des Horrorromans, einbestellt wie einen einfachen Angestellten. Jason krampfte seine Hände zusammen, in seinen Gedanken um den fetten Hals des alten Mannes.

»Mein lieber Jason. Ich freue mich, dich zu sehen«, drang Heinbergs tiefe Stimme durch die von Rauch und Altmännerarroganz schwere Luft. Heinberg streckte ihm die fetten Arme entgegen. Jason blieb kurz außerhalb ihrer Reichweite stehen.

»Hallo, Ernst.«

»Nimm doch bitte Platz, mein Junge. Möchtest du etwas trinken?«

»Einen doppelten Whiskey und ein Mittel gegen Kotzreiz.«

Heinberg schnalzte missbilligend. »Na, na. Warum so grantig?«

Jason starrte Heinberg ausdruckslos an. Eine Ader an seiner Schläfe pulsierte leicht. Seine Lippen stachen von seiner bleichen Haut ab.

Heinberg rutschte auf dem Sessel hin und her.

Etwas Gutes hat er mir nicht zu sagen. Es ist ihm wenigstens unangenehm, was immer es auch ist, dachte Jason.

Heinberg schwieg einen Moment, holte dann tief Luft und straffte die Schultern.

»Weißt du, mein Junge …«

»Ja?«

»Ich habe immer zu dir gestanden, nicht wahr?« Heinberg lächelte nostalgisch. »Weißt du noch, damals? Als du mit dem Abgabetermin für ›Blutkralle‹ schon zwei Wochen drüber warst? Wie ich dir den Rücken freigehalten habe?«

Worauf wollte der alte Sack hinaus?

»Spuck’s aus, Ernst.«

Heinberg seufzte. »Damals kamen mir leise Zweifel, ob du als Autor nicht schon ausgelaugt warst. Aber der Erfolg – dein letzter Erfolg – hat ihnen schnell den Garaus gemacht.«

»Schön.«

Der alte Mann winkte der Bedienung. »Einen Cognac bitte. Und du, Jason?«

Jason winkte ab.

»Jetzt sei doch nicht so mürrisch, Jason. Versetz dich doch mal in meine Lage.«

»Was willst du, Ernst? Komm endlich zum Punkt.«

Ernst Heinberg sah ihn verletzt an. In diesem Moment brachte der Kellner den bestellten Cognac. Jason hätte ihn am liebsten wegen der Unterbrechung erwürgt.

»Was willst du von mir, Ernst?«

»Ich …«

Heinberg starrte auf sein Glas und schwenkte den Cognac. Er roch daran und betrachtete das Spiel der Lichter in der dunklen Flüssigkeit.

Komm endlich zum Punkt, alter Mann. Jason beherrschte mühsam seine Wut.

»Ich werde dich nicht mehr vertreten, mein Junge.«

Er trank einen weiteren Schluck. Das Glas klirrte leise, als es an seine Zähne schlug. Heinberg schaute Jason mit Hundeblick an. Schweigen breitete sich zwischen ihnen wie eine übel riechende Flüssigkeit aus.

»Jetzt sag halt was, Jason.«

»Geldgieriger Mistsack. Willst du mehr Provision?«

Heinberg sah beleidigt auf. »Du verstehst es nicht, Jason. Du bist als Autor erledigt. Dein letztes Buch war ein Flop. Du bist für die großen Verlage Gift.«

»Und für dich auch, nicht wahr? Nick, wenn du dich nicht zu sprechen traust.«

»Jason, ich …«

»Herr Manz für Sie, Herr Heinberg.«

»Jason, sei doch vernünftig. In zwei, drei Jahren hast du dein Comeback und ich bringe dich wieder ganz nach oben. Aber im Moment …«

Jason zitterte unkontrolliert. Sein ohnehin bleiches Gesicht verlor das letzte bisschen Farbe. Seine Lippen wurden weiß, als er sie zusammenpresste und sie daran hinderte, sich zu einem Wutschrei zu öffnen. Sekunden dehnten sich zu Äonen. Jason erhob sich zitternd. Er atmete schwer.

»Leben Sie wohl, Herr Heinberg. Und verrotten Sie in der Hölle.«

Beim Hinausstürmen rannte Jason einen Kellner um.

*

»Sehr geehrte Fahrgäste, in wenigen Minuten erreichen wir Berlin-Schönefeld. Sie haben Anschluss an die S6 und S7. Die Türen öffnen sich auf der linken Seite.«

Die Stimme der Zugbegleitung riss Jason aus seinen finsteren Erinnerungen. Er packte seine Reisetasche und stellte sich vor die Wagentür. Ein kleiner Marsch – was sind schon vier Kilometer, nicht mal genug Geld für ein Taxi hatte er noch – und er wäre wieder zu Hause. Er lächelte melancholisch.

Drecksloch, dachte er, wäre wohl eher die angemessene Bezeichnung.

Der Zug hielt und Jason zwängte sich durch die Tür. Wie ein Surfer trieb er vor der Welle der Mitreisenden auf den Ausgang zu. Der Gegenstrom der Reisewilligen brach sich vor ihm an einer Sitzgruppe aus Stahlstühlen. Jason nutzte die Lücke, sah zum Aufgang hinauf und die triste Großstadt schon vor sich.

»Dass ich ausgerechnet dich gefunden habe.«

Ein alter Mann hatte sich mit nikotingelben Fingern in seinen Jackenaufschlägen verkrallt. Seine absurd langen Fingernägel schoben sich in das Gewebe. Jason bildete sich ein, es für einen Moment angeekelt stöhnen zu hören.

Jason starrte in das bleiche, ausgezehrte Gesicht, in dem die beiden Augen leblos wie Glasmurmeln saßen. Übler Atem wehte ihn an.

»Du wirst der Nächste sein. Und du wirst es auch nicht überleben.«

Oh Gott, mich trennen nur noch sechs Euro und der Hartz IV Bescheid davon, auch so zu werden, wuchtete eine trübe Erkenntnis durch seinen Verstand. Er zerrte an den Ärmeln des alten Mannes.

»Lass mich los, du Flohsack. Geh weg, du stinkst.«

Der Alte sah ihn einen Moment lang starr an, dann ließ er Jason so plötzlich los, dass dieser einen Schritt nach hinten taumelte.

Der ausgemergelte Mann legte Jason eine Hand auf die Brust. Trauer überzog sein Gesicht mit einer Patina.

»Du wirst es auch nicht schaffen. Leb wohl.«

Jason zog sich aus der Reichweite der Hand zurück.

Ein Zug fuhr ein. Für einen kristallenen Moment starrten sich der alte Mann und er in die Augen. Die Welt an. Nur die Verbindung zwischen ihnen beiden existierte. Dann ruckte das Universum, und die Zeit lief weiter.

Der Mann stürmte plötzlich los und sprang unvermittelt vor den einfahrenden Zug.

Eine Frau schrie. Jason wurde schlecht. Er übergab sich in den Stahlmülleimer der Sitzgruppe.

*

»Und Ihnen ist vorher nichts aufgefallen?«

Der Vernehmungsbeamte schaute Jason auffordernd an. Wie unbeteiligt dieser Manz wirkt. Ein Mensch stirbt vor seinen Augen und er zeigt keine Regung, schoss ihm durch den Sinn.

»Was? Wie bitte? Entschuldigung, ich war gerade nicht ganz bei Ihnen.«

»Ich fragte, ob Ihnen etwas aufgefallen ist, bevor der Mann Sie belästigt hat.«

»Dieser … Penner stand plötzlich vor mir und grabbelte mich an. Er sagte ein paar kryptische Sätze und sprang. Das war alles. Hören Sie, das habe ich Ihnen schon alles erzählt. Kann ich jetzt gehen?«

Der Polizist lehnte sich zurück und ließ seinen Blick auf Jason wirken. Jason schluckte und dachte wieder an diesen unwirklichen Moment zurück, stand wieder auf dem Bahnsteig, als der Alte vor den Zug gesprungen war. Ohne zu zögern war er losgestürmt, genau abgepasst, um unter den stählernen Rädern der S6 zu landen. Jason hatte das Geräusch der splitternden Knochen gehört. Obwohl das eigentlich unmöglich gewesen war. Doch seine Fantasie, dieses launische Biest, hatte ihm in allen grausamen akustischen Einzelheiten das Sterben des Alten in die Ohren projiziert. Dolby-fantasy-surround sozusagen. Ein Zittern durchlief ihn bei der Erinnerung.

»Ist Ihnen noch etwas eingefallen, Herr Manz?«

»Mhm? Nein, nichts Neues. Aber ich möchte jetzt wirklich nach Hause.«

»Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es noch etwas gibt, was Sie mir erzählen müssten.«

Jason schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. »Jetzt hören Sie mir mal zu. Ich hatte einen Scheißtag, beschissene Krönung einer epochal miesen Woche. Ich habe seit zwei Tagen nicht geschlafen, ich bin pleite, ich bin eine Persona non grata für meine Kollegen und dann bringt sich dieser Spinner auch noch vor meinen Augen um! Und um dem Ganzen noch das i-Tüpfelchen zu verpassen, werde ich verhört, als hätte ich den Irren vor die Bahn gestoßen.«

»Haben Sie?«

»Nein!« Jason ließ sich auf seinen Stuhl zurückfallen.

»Jetzt hören Sie auf zu schreien. Wir ermitteln hier den Tod eines Menschen. Noch dazu einer Persönlichkeit des öffentlichen Lebens.«

»Was? Dieses Wrack?«

»Dieses ›Wrack‹ war Bornholm, der Schriftsteller.«

»Unmöglich. Bornholm ist um die Vierzig, so wie ich. Der Alte war mindestens Mitte siebzig.«

»Wir haben ihn zweifelsfrei identifiziert.«

»Das ist unmöglich«, wiederholte Manz, »das kann nicht Bornholm gewesen sein!«

»Ich denke, Sie verstehen jetzt, warum ich so an der Aufklärung interessiert bin.«

»Aber …“, protestierte Jason schwach.

»Wir wissen noch nicht, was mit ihm geschehen ist, aber wir wissen, dass er es war. Soll ich Ihnen einen Streifenwagen rufen, der Sie nach Hause bringt?«

»Ich … wie? Nach Hause?«

Der Polizist lächelte. »Sie sind müde und verwirrt und ich sehe keinen Sinn darin, Sie länger hier zu behalten. Ich werde Sie in den nächsten Tagen noch einmal befragen, wenn sich der Staub etwas gelegt hat.«

»Ich habe Ihnen alles gesagt, Herr … wie heißen Sie überhaupt?«

»Kommissar Peter Scheffler. Ich hatte mich Ihnen zu Beginn unseres Gespräches schon einmal vorgestellt.«

»So? Das muss mir entgangen sein. Und ja, mir wäre es sehr recht, wenn Sie mich nach … wenn Sie mich in meine Wohnung bringen ließen.«

Das Wort ›Zuhause‹ wollte ihm einfach nicht über die Lippen kommen.

Der Streifenwagen hatte ihn vor dem Eingang des Hauses abgesetzt und war davongefahren, nachdem sich die Eingangstür hinter ihm geschlossen hatte.

Er schleppte sich durch den Essensdunst die Treppe hinauf in den fünften Stock. Unter seinen Schritten knarrte jede Stufe. Vor seiner Wohnungstür blieb er stehen. Fast genauso hoch wie meine Penthousewohnung, dachte er. Nur ohne den Fahrstuhl. Und den Modelliani an der Wand und das Teakparkett und …

Lass das, rügte er sich. Hoffentlich begeht der neue Besitzer darin Selbstmord, flüsterte eine kleine, boshafte Stimme aus einem tiefschwarzen Winkel seiner Seele. Er seufzte und steckte den Schlüssel ins Türschloss. Knarrend schwang die Tür in die muffige Düsternis seiner Wohnung. Jason trat in den schmalen Flur und machte das Licht an. Im trüben Schein der schmucklosen Deckenleuchte wirkte die Wohnung genauso trist wie Jasons Stimmung.

»Willkommen Zuhause«, sagte er mit zynischem Unterton, der ebenso ein abgewürgtes Schluchzen hätte sein können. Mit fahrigen Bewegungen riss er den Brief auf, den er aus dem Briefkasten gefischt hatte. Seine einzige Post, nicht einmal Werbung hatte er erhalten.

Wie tief kann man noch sinken?

»Sehr geehrter Herr Manz, hiermit setze ich Sie in Kenntnis, dass Frau Gitta Heine, geschiedene Manz, gegen Sie auf Grund der in Ihrem Buch ›Nachtfluch‹ enthaltenen Personenbeschreibung, welche in unmissverständlicher Weise meine Mandantin porträtiert, wegen Eingriffes in ihre Persönlichkeitsrechte und Verunglimpfung ihrer Person Schadensersatz- und Unterlassungsklage eingereicht hat. Die gerichtliche Ladung wird …«

Die restlichen Worte verschwammen in den Wuttränen, die sich in seinen Augen sammelten.

»Scheiße!«

Jason zerknüllte der Brief und warf ihn an die Wand.

»Diese … diese …«

*

Am nächsten Morgen packte Jason seine spärliche Reisegarderobe aus. Eine Reinigung würde er erst dann aufsuchen, wenn ein Verlag wieder ein Manuskript von ihm annahm. Vorher würde er es sich nicht mehr leisten können. Alles zum Lüften aufzuhängen, war eine gangbare Alternative, zumindest für ihn.

Sorgfältig durchsuchte er die Taschen seine Jacketts, in der – wenn auch vergeblichen – Hoffnung, dort noch einen vergessenen Geldschein zu finden. Etwas knisterte unter seinen Händen. Vielleicht doch …

Seine suchende Hand zog das Papierstück aus der Jackentasche.

»Nanu, was ist das?«

Verwundert faltete Jason den Zettel auseinander und betrachtete ihn aufmerksam. »Eine Berliner Telefonnummer. Kommt mir aber nicht bekannt vor. Kein Name. Ob mir jemand während der Messe …? Und ich habe es nur verdrängt?«

Er legte den Zettel auf das Bett und hängte Hose und Jackett auf einen Bügel am Fenstergriff. Ein warmer Wind trieb ein Luft-Abgasgemisch zu ihm herein.

»Ah!« Er atmete tief ein. »Berliner Luft.«

Das Telefon klingelte.

»Hallo, Papa. Wieder im Lande? Wie war die Messe?«

»Hallo, Isabelle, mein Schatz. Wie geht es dir?«

»So gut, ja? War man wenigstens so höflich, dich auf später zu vertrösten, oder hat man dir ins Gesicht hinein abgelehnt?«

»Hey, Moment mal. Ich bin hier der Zyniker«, lachte er.

Es tat gut, wieder einmal lachen zu können. Seine Tochter lachte mit ihm. Doch dann legten sich die Enttäuschung über die Behandlung auf der Messe und die Wut über den Brief seiner Exfrau wie eine schwere Decke auf seine aufkeimende gute Laune und erstickten sie augenblicklich. Zorn perlte plötzlich in seinem Blut wie schlechter Sekt.

»Du hast Recht, Isa. Diese Schweine haben mich abblitzen lassen. Seit dem Flop mit ›Blutstreifen‹ bin ich für die Verleger verbrannt. Nicht nur, dass dieser Trottel von Random die Marketing-kampagne versiebt hat, er hat auch noch die Schuld auf das Skript geschoben. Elende Ratte.«

»Jetzt reg dich nicht auf, Papa. Es wird schon wieder werden.«

Doch Jason kam in Fahrt. »Und dann diese Schlampe. Mich verklagen. Mich! Weil ich ihre Persönlichkeitsrechte angeblich verletzt habe. Blöde Kuh.«

»Wen meinst du, Papa?«

»Deine Mutter, diese Natter.«

»Papa!«

»Ist doch wahr. Sie weiß, dass bei mir nichts mehr zu holen ist. Sie will mich einfach fertig machen. Sie hat mich erst ausgesaugt bei der Scheidung und jetzt will Sie auch noch meine Überreste fleddern.«

»Wie sprichst du denn von Mama?«

»So wie sie es verdient«, zischte Jason. »Manchmal frage ich mich, wie so etwas wie sie einen so lieben Menschen wie dich hervorbringen konnte.«

»Am besten beruhigst du dich erst einmal und rufst mich dann an. Machs gut, Papa.«

Ihm wurde schlagartig bewusst, dass er geschrien hatte. Seine Hand schmerzte von dem harten Griff, mit dem er den Telefonhörer umklammert hielt.

»Ich … entschuldige, Isa. Du hast Recht, ich muss mich erst wieder fangen. Waren ein paar harte Tage. Ich melde mich wieder. Mach’s gut, Spätzchen.«

Jason machte sich Mittagessen und aß es freudlos an dem wackeligen Tisch in der kleinen Küche. Sein Leben war ein dunkler Ort ohne Licht und Luft geworden. Nichts und niemand schaffte es über den Ereignishorizont zu ihm. Niemand, mit dem er über seine Probleme reden, keiner, der ihm Trost spenden konnte. Erinnerungsblasen stiegen aus dem Sumpf seiner trüben Gedanken auf, platzen und entließen Augenblickseindrücke, die ihn nur noch melancholischer machten.

Paolo zum Beispiel. Paolo war der Wirt seines Lieblingsitalieners gewesen. Als Jasons Scheidung mehr und mehr an einen Krieg erinnert hatte, war Paolo zuerst sein Beichtvater, dann sein Freund und schließlich … sein Liebhaber geworden. Einfach so.

Eine neue, aufregende Erfahrung für Jason. Paolo hatte ihm gegeben, was er so lange in seiner Ehe vermisst hatte. Wärme, Verständnis. Er war immer für ihn da, hörte ihm zu und gab ihm Halt, wenn Jason unter der Last des Lebens taumelte. Paolo zog in Jasons Penthousewohnung ein. Sie fuhren gemeinsam in Urlaub. Zwei unvergessliche Wochen in einem verschwiegenen Hotel in der Toskana. Alles rückte weit weg. Sie unterhielten sich über das Leben. Ihre Beziehung. Was sie sich mittlerweile bedeuteten. Etwas, das er nie für möglich gehalten hatte, eine aufrichtige, echte Beziehung zu einem Mann, nahm Raum ein. Bis Jason ihn mit einem der Kellner aus Paolos Restaurant in flagranti ertappte.

Wie in einem schlechten Roman, dachte er bitter. Er hatte Paolo seit zwei Jahren nicht mehr gesehen.

Deprimiert und müde legte sich Jason auf das Bett. Es knisterte unter ihm. Jason griff unter sich und zog den Zettel mit der Telefonnummer hervor. Unschlüssig hielt er ihn in der Hand.

»Wenn ich nur wüsste, wer mir den Zettel gegeben hat. Und ich sollte aufhören, mit mir selbst zu reden.«

Kurz entschlossen griff Jason nach dem Telefon und wählte die Nummer. Ein Freizeichen erklang. Mit jedem ›Tuut‹ verstärkte sich die seltsame Unruhe in Jason, ließ den Telefonhörer in seiner Hand leise zittern.

Klick.

»Hallo? Ist dort jemand?«

Rauschen drang aus dem Hörer.

»Hallo? Wer ist dort? Hören Sie mich?«

Statt einer Antwort klickte es wieder. Das ›Tuut-tuut‹ der abgebrochenen Verbindung dröhnte mit vernichtender Endgültigkeit im Hörer. Jason betrachtete das Stück Plastik in seiner Hand, als könne er darüber eine Verbindung mit dem unbekannten Teilnehmer herstellen.

»Einfach aufgelegt. Verdammt, was soll das?«

*

Dieser Nachmittag verging für Jason quälend langsam, so wie die anderen Nachmittage davor, seit er in diese Wohnung gezogen war. Immer wieder spülten die Eindrücke des gestrigen Tages über ihn hinweg und erodierten langsam den Schutzwall, den er sich gegen das Grauen aufgebaut hatte. Am schlimmsten waren die Geräusche, die sein Kopfkino ihm immer und immer wieder vorspielte. Die kreischenden Bremsen der U-Bahn, untermalt von den Schreien der Menschen auf dem Bahnsteig, die Zeugen des Selbstmordes geworden waren. Das malmende Splittern der Knochen.

»Genug!«

Er schlug mit der Faust auf den Tisch. Der Schmerz lenkte ihn ab, ließ ihn ein wenig klarer denken. Er drängte die Erinnerungen mit aller Macht von sich weg. Er musste diesen Horrorfilm in seinem Kopf beenden, egal wie.

Er beschloss, die Erinnerungen in Schnaps zu ersäufen. Das würde zwar nicht auf Dauer helfen. Aber gleichzeitig eine willkommene Gelegenheit bieten, den ganzen anderen Müll, in dem sein Leben versunken war, auch zu vergessen. Alkohol ist keine Lösung, aber ein gutes Lösungsmittel. Kurz blitzte ein zynisches Lächeln auf.

Er ging zum Wohnzimmerschrank, nahm sich eine Flasche Wodka und ein Glas und setzte sich in einen Wohnzimmersessel. Draußen hatte sich die Nacht auf der Stadt niedergelassen. Jason schenkte sich eine großzügige Ladung des billigen Discounterschnapses ein.

»Prost, mein Junge. Auf dich und dein großartiges neues Buch, das du nur noch zu schreiben brauchst.«

Er hob das Glas, sein Spiegelbild im Fenster tat es ihm nach. Das Licht zeichnete die Falten auf seinem Gesicht und in seiner Kleidung scharf nach. Seine Augen zeigten deutlich die Falten auf seiner Seele. Trotzig stürzte er den Inhalt des Glases in einem Zug hinunter und hustete gegen den scharfen Schnaps an.

»Und noch einen, alter Mann. Damit mal wieder Farbe in deine Wangen kommt.« Es kratzte, als er sich tätschelte. »Zum Wohl. Hoch die Tassen.« Beim zweiten Mal schien der Alkohol schon nicht mehr wie Desinfektionsmittel zu schmecken. Er schenkte wieder ein.

Es klingelte an der Tür.

»Verdammt noch mal, nicht einmal in Ruhe besaufen kann man sich.«

Jason schlurfte zum Haustelefon.

»Ja? Werissa?«, brüllte er.

»Herr Manz?«, ertönte eine zaghafte Frage jenseits seiner Wohnungstür. Jason stieß wütend den Hörer auf die Gabel.

»Herr Manz? Sie hatten angerufen.«

»Was? Ich … ich habe niemand angerufen.« Er riss die Haustür auf. Der Schwung ließ sie und ihn gegen die Dielenwand krachen.

»Herr Manz? Alles in Ordnung?«

Sein später Besucher blickte besorgt auf den am Boden liegenden Mann. »Darf ich herein kommen?«

Jason blickte ihn aus trüben Augen an.

»Warumnich?«, murmelte er.

Der Fremde trat zögernd ein und ging neben Jason in die Hocke.

»Kommen Sie, ich helfe Ihnen. So, sehen Sie, es geht schon. Noch ein paar Schritte, dann sind wir da.«

Der Unbekannte half Jason, sich in einen Sessel zu setzen.

»Wer sind Sie?«

»Oh, Entschuldigung. Ich dachte, das wäre klar. Schließlich haben Sie mich angerufen?«

»Ich habe niemand angerufen. Wer sind Sie überhaupt?«

»Fritz Leipold. Von der Agentur Ghostwriter.«

»Ghostwriter?«

»Jawohl, der Herr. Und Sie haben uns heute angerufen.«

»Ich habe Sie nicht … der Zettel mit der Nummer! … Sie haben nicht geantwortet, als Sie das Gespräch angenommen hatten.«

»Das machen wir nie. Diskretion, Sie verstehen?«

Langsam ließ die Alkoholbetäubung nach und machte der Wut stieg in Jason Platz.

»Was wollen Sie von mir? Warum sind Sie hierher gekommen?«

»Weil Sie uns angerufen haben und wir Vertragsdetails immer gerne persönlich klären.«

»Welcher Vertrag?«

»Den Buchvertrag, natürlich.«

»Buchvertrag?«

Jason wurde einen Moment lang schwindelig. Ein Buchvertrag? Für ihn? Freude kämpfte mit Ratlosigkeit; er konnte sich nicht erinnern, einer ›Agentur Ghostwriter‹ eines seiner Manuskripte geschickt zu haben.

Leipold schien seinen inneren Zwist zu erahnen. »Wie Sie ja wahrscheinlich wissen, brauche ich noch einige Angaben und eine Leseprobe, um das Buch schreiben zu können.«

»Buch schreiben? Ich dachte, Sie wollten mir einen Buchvertrag geben?«

Leipold schaute verwirrt.

»Wer hat Ihnen die Karte gegeben?«

»Ich weiß es nicht. Ich habe sie heute Morgen in meinem Jackett gefunden. Ich dachte, jemand hat sie mir auf der Messe zugesteckt und ich kann mich nur nicht erinnern.«

»Wer könnte das gewesen sein? Haaremann? Oder Bornholm vielleicht?«

»Nein, die waren beide nicht auf der M… Sagten Sie Bornholm?«

»Ich habe Sie nach Bornholm gefragt, ja.«

»Was haben Sie mit Bornholm zu schaffen?« Manz sträubten sich die Nackenhaare. »Wissen Sie eigentlich, was …«

»Bornholm hatte einen Vertrag mit uns. Und ja, es ist bedauerlich, was mit ihm passiert ist.«

»Woher wissen Sie … ich meine, wie …«

»Wir sind stets über unsere Kunden informiert.«

Jason sah Leipold verständnislos an. »Was erzählen Sie mir da eigentlich? Bornholm hatte einen Ghostwriter?«

»Exakt. Seine letzen vier Romane waren von mir.« Ein kleines, feines Lächeln umspielte Leipolds Lippen.

»Von Ihnen? Sie spinnen. Bornholm war ein Genie! Was versuchen Sie eigentlich hier?«

»Sie haben unsere Agentur angerufen. Sie haben die Initiative ergriffen. Und jetzt bin ich hier, um den Vertrag dingfest zu machen.«

Manz lachte. Die Situation war einfach zu komisch. Er saß hier mit einem … Betrüger, Erpresser oder was auch immer und hatte weniger Geld als ein durchschnittlicher Bettler an einem Tag erwirtschaftete. Wenn dieser Mensch auf Geld aus war …

»Ich habe kein Geld«, lachte er.

Doch Leipold sah ihn ruhig an.

»Ich will kein Geld.« Er seufzte. »Es wäre besser gewesen, der Vorbesitzer der Karte hätte Ihnen mehr erklärt. Jetzt muss ich es wohl nachholen.«

»Ich weiß nichts von einem Vorbesitzer«, brummte Manz ablehnend.

»Das ist unerheblich. Sie haben uns angerufen, jetzt bin ich hier. Unsere Agentur bietet Ihnen einen einmaligen Service. Wir schreiben für Sie einen Roman und garantieren Ihnen einen Buchvertrag bei einem renommierten Verlag. Sie haben einen bekannten Namen, das sollte nicht allzu schwer sein.«

»Ich hatte mal einen Namen.«

Leipold überhörte Jasons Protest. »Alles, was wir dafür verlangen sind zehn Prozent der Tantiemen und pro Kapitel ein Stück Ihrer Seele.«

»Haben Sie Seele gesagt?«

»Ja, Seele.«

Leipold lächelte. »Natürlich nur symbolisch. Jedes Mal, wenn wir Ihnen ein Kapitel des Buches liefern, erheben wir als Liefergebühr einen Tropfen Blut.«

»Okay, jetzt reicht es. Bisher waren Sie ganz amüsant. Aber jetzt ist Schluss. Raus.« Leipolds letztes Wort schwängerte die Luft mit Unheil. Jasons Wut überschritt den Siedepunkt und gedieh zu gesundem, alles verschlingenden Zorn. Leipold blieb unbeeindruckt sitzen.

»Setzen Sie sich bitte, Herr Manz. Das Blut ist symbolisch zu verstehen und soll die Bindung an uns und insbesondere an das Buch stärken. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Autor dann um so überzeugender das Werk als sein eigenes präsentiert.«

»Und wie soll das gehen?«

»Wir entnehmen das Blut mit einem Blutzuckermessgerät. Das ist hygienisch und schmerzfrei.«

Schmerzfrei. Sauber. Etwas, das nicht nur der Wohnung gut täte.

»Sie sind verrückt. Der Scheiß mit dem Blut interessiert mich nicht, das ist sowieso Schwachsinn. Wie funktioniert das mit dem Buch?«

Der Gedanke, wieder erfolgreich ein Buch zu platzieren hatte den Alkoholschutzwall um Jasons Gehirn durchbrochen. Sollte es möglich sein ….

»Also, eigentlich ist es ganz einfach. Sie geben uns, in diesem Fall mir, ein paar Stichpunkte, worum es in dem Buch gehen soll. Einen groben Plot, ein paar Anhaltspunkte für die Charaktere. Danach geben Sie mir Leseproben Ihrer Bücher, Buchskizzen und unfertigen Manuskripte der letzten 10 Jahre. Daraus erstelle ich Ihnen ein Exposé und das erste Kapitel.«

»Ja und? Das kann ich auch alleine.«

Leipold betrachtete ihn nachdenklich. »Wann haben Sie zuletzt ein Manuskript platziert? Bekommen Sie noch Ablehnungsschreiben?«

»Sparen Sie sich Ihren mitleidigen Blick, Sie Arschloch!«, explodierte Jason. »Ich weiß jetzt, was Sie sind. Ein Druckkostenzuschussgeier, habe ich Recht? Sie bieten mir Ihre Leistungen an, und dann wird abkassiert, ohne auch nur einen Handschlag zu erbringen. Sie wissen genau, dass ich seit Jahren keinen Erfolg mehr hatte und jetzt tauchen Sie plötzlich auf und machen mir dieses Angebot. Raus!«

»Sie müssen erst zahlen, wenn Sie einen Buchvertrag haben.«

»Was?« Wieder ein Hieb auf seine geschundene Seele. Diese Leipold-Idee wurde immer verrückter. Aber -hatte er eine andere Möglichkeit …?

»Bitte, mäßigen Sie sich, bevor Ihre Nachbarn wegen des Gebrülls die Polizei rufen.«

»Die würden nicht einmal die Polizei rufen, wenn Sie auf mich schießen. Wie war das mit dem Buchvertrag?«

Leipolds Gesichtsausdruck glich dem einer Katze am Sahnetopf. »Wir geben Ihnen das Exposé und das erste Kapitel. Wenn Sie innerhalb von acht Wochen keinen Vertrag haben, dann übernehmen wir das für Sie. Nach weiteren zwölf Wochen ohne Ergebnis endet unsere Geschäftsverbindung.«

Zu reell, um echt zu sein, dachte Jason.

»Okay, wo ist das Lama?«

»Wie meinen?«

»Na, der versteckte Haken? Wo ist die Klinke? Oder tun Sie das alles aus Nächstenliebe?«

Leipold sah nachdenklich zu Boden. Als er Jason schließlich ins Gesicht blickte, spiegelte sich das Licht der Lampe in seinen Brillengläsern und verwandelte sie in bodenlose Löcher, gefüllt mit reinem Licht. Jason konnte seinen Gesichtsausdruck nicht deuten.

»Ich kann schreiben, das werden Sie noch sehen. Aber mein Name ist … die großen Verlage sind in erster Linie an der Vermarktbarkeit der Autoren interessiert, nicht an deren Büchern. Ein unauffälliger Autor kann noch so gut schreiben. Hat er keinen Unterhaltungswert, ist er nicht interessant. Darum tue ich es. Secondhandruhm, das treibt mich an.«

Leipold hatte mit so großer Intensität gesprochen, dass sein Gegenüber ihm glauben musste.

»Also gut. Unverfälschter Eigennutz. Das glaube ich Ihnen.«

Leipold lächelte mit schmalen Lippen. »Dann gilt unser Vertrag?«

Jason saß in seinem Sessel und sah Leipold unbewegt ins Gesicht. Das Ticken der billigen Wanduhr machte die Stille zwischen den beiden Männern mit jedem Schlag deutlicher.

Jason räusperte sich. Er nickte. »Deal.«

»Hervorragend. Dann bliebe nur eine Formalität zu regeln. Ihren Finger, bitte.« Leipold hatte ein schmales Kästchen aus der Manteltasche gezogen.

»Bitte?«

»Um Ihnen die Gewöhnung an unsere Methoden zu erleichtern, besiegeln wir den Vertrag gewissermaßen mit Blut.«

»Sie meinen das mit dem Blut echt ernst, oder? Scheiße, Mann, Sie spinnen.« Kurz flammte der Wahnsinn der Idee wieder auf. Ganz blöder Plot, sagte sich Manz.

»Ganz im Gegenteil, Herr Manz. Sie werden noch feststellen, dass wir mit aufrichtigem Ernst an die Sache herangehen. Ihren Finger, bitte. Ich versichere Ihnen, die Sache ist schmerzlos und hygienisch.«

»Ich will aber nicht.«

»Herr Manz, wir sichern Ihnen einen äußerst lukrativen Buchvertrag zu, eine Möglichkeit, wieder zu Geld und Ruhm zu kommen. Und alles, was wir dafür wollen, sind ein paar Tropfen Blut.«

»Und zehn Prozent der Tantiemen.« Fast entschuldigend wirkte Leipolds Lächeln jetzt. »Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen. Also bitte, Ihren Finger!«

Zögernd streckte Jason die Hand aus. Leipold nahm sie behutsam und setzte das Kästchen auf die Fingerkuppe des Zeigefingers.

»Sie werden gleich einen leichten Schlag spüren, mehr nicht.«

Jason hatte in Erwartung eines Schmerzes die Augen geschlossen und nickte.

»So, das war es auch schon. Vielen Dank.«

Jason blinzelte verblüfft.

»Hey, dass tat ja wirklich nicht weh.«

Leipold nickte, lächelte

»Wie ich es Ihnen versprochen habe. Damit ist der Vertrag besiegelt.«

Jason hatte sich schnell mit der neuen Situation abgefunden. Zu überwältigend waren die Ereignisse. Zu übermächtig war der Drang, wieder einen Buchvertrag in Händen zu halten. Leipold stand auf und wandte sich zum Gehen.

»Wie geht es jetzt weiter?«, fragte Jason.

„Ich komme in ein oder zwei Tagen wieder und hole die Leseproben und den Plot bei Ihnen ab. Bleiben Sie ruhig sitzen. Ich finde den Weg.«

Leipold ging und schloss leise die Wohnungstür hinter sich.

Jason blieb regungslos in seinem Sessel. Der Zauber war verflogen. Er war wieder der erfolglose Nobody. Nachdenklich betrachtete er die Flasche Schnaps auf dem Tisch. Er griff danach und trank einen großen Schluck. Und noch einen, bis die Flasche leer war. Dann ließ er sich wieder in den Sessel zurück fallen und betrachtete seinen Zeigefinger. Ein feiner Blutstropfen zeigte sich an der Kuppe. Versunken in die Betrachtung dieses winzigen Beweises für die Realität, die er gerade durchlebt hatte, tat der Alkohol seine Wirkung. Jason schlief ein.

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